Saint-Avold, doppelte Städtepartnerschaft
Geschichte der Städtepartnerschaften Saint-Avold/Fayetteville/Dudweiler
Fayetteville :
Die Geschichte der Städtepartnerschaft zwischen Saint-Avold und Fayetteville in North Carolina ist durch die Persönlichkeit von Martha J. Duell (1924-2015) geprägt. Sie stammte aus dem Elsass und ließ sich 1948 in Fayetteville nieder, nachdem sie einen amerikanischen Offizier geheiratet hatte. Zeit ihres Lebens engagierte sie sich aktiv für wohltätige und kulturelle Zwecke mit dem Ziel, die Verbindungen zwischen ihrem Geburtsland und ihrer Wahlheimat zu stärken.
Als Gründerin der Lafayette Society im Jahr 1981 unternahm sie die Annäherung zwischen den beiden Städten und hatte Erfolg, wobei sie in enger Verbindung mit der Association France-États de Saint-Avold stand. Dank ihres Engagements wurde die Städtepartnerschaft am 10. September 1994 während der Gedenkfeiern zum 50. Jahrestag der Befreiung von Saint-Avold offiziell besiegelt. Die Unterzeichnung der Charta erfolgte in Anwesenheit von Gérard Longuet, dem damaligen Minister für Industrie, Post und Telekommunikation, Martha J. Duell als Vertreterin von Fayetteville und dem Bürgermeister von Saint-Avold, François Harter (1930-2022).
Seitdem nähren zahlreiche kulturelle, schulische und gedenkpolitische Austausche diese privilegierte Beziehung, die durch die in beiden Städten aufgestellten Statuen des Marquis de La Fayette symbolisiert wird. Im Laufe der Jahre reisten mehrere städtische Delegationen aus Saint-Avold nach Fayetteville, insbesondere in den Jahren 2009, 2010 und 2013. Im Jahr 2010 reiste der Bürgermeister von Fayetteville, Anthony Chavonne, in die Stadt Nabor, um an den Zeremonien zum Memorial Day auf dem amerikanischen Soldatenfriedhof teilzunehmen.
In jüngerer Zeit, im Jahr 2023, wurde der Bürgermeister von Saint-Avold, René Steiner, anlässlich des 30. Jahrestags der Städtepartnerschaft von seinem Amtskollegen Mitch Colvin in Fayetteville empfangen. Bei diesem Besuch wurde eine "St. Avold Avenue" eingeweiht, als Echo auf die 1994 in Saint-Avold geschaffene "Avenue de Fayetteville".
Diese Städtepartnerschaft verkörpert somit eine treue und lebendige Freundschaft, die durch gemeinsame Projekte, regelmäßige Treffen und den gemeinsamen Willen, das kollektive Gedächtnis zu ehren, gepflegt wird.
Dudweiler :
Die Partnerschaft zwischen der saarländischen Stadt Dudweiler und Saint-Avold hat ihren Ursprung im Geist der Versöhnung, der vom Elysée-Vertrag getragen wird, der 1963 vom französischen Staatspräsidenten Charles de Gaulle und dem deutschen Bundespräsidenten Konrad Adenauer unterzeichnet wurde.
Er entstand auf Initiative von Denis Klein, Bürgermeister von Saint-Avold, und Hermann Mühlenberg, Bürgermeister von Dudweiler, und wurde am 28. Juni 1964 mit der Einweihung des Robert-Schuman-Rondells offiziell anerkannt. Damit wurde symbolisch der Beginn einer dauerhaften deutsch-französischen Freundschaft markiert, die durch ihr Motto perfekt veranschaulicht wird: "Gestern Feinde, heute Kameraden, morgen Freunde!".
Am 14. Januar 1989 wurde im Centre d'Action Culturel de Saint-Avold eine große deutsch-französische Gala zum 25-jährigen Bestehen der Partnerschaft veranstaltet, an der auch der damalige Bürgermeister von Saint-Avold, François Harter, und der Bürgermeister von Dudweiler, Heinz Schmidt, teilnahmen.
Am 16. Mai 2004, dem 40. Jahrestag, wird die Partnerschaftsurkunde feierlich von André Wojciechowski, dem Bürgermeister von Saint-Avold, und Heinz Schmidt erneuert. An diesem Tag wird ein von Urschel, dem Handwerker, gefertigtes Denkmal am Kreisverkehr "Rond Point de l'Europe" eingeweiht. Auf diesem symbolisieren zwei Flammen, die deutsche und die französische, das Licht des Friedens in einem vereinten Europa. Ein Handschlag erinnert an die feste Freundschaft zwischen den beiden Völkern und Städten.